Chronik
1993
Unternehmensgründung
- Am 01.12.1993 als Einzelunternehmung durch Dr. Ingeborg Pagenkopf
- erste Geschäftsbereiche:
- Analytik und Beratung für die Kunststoffrecyclingindustrie
Der Start erfolgt mit 2 Mitarbeitern.
1994-1995
Technologieentwicklung
- Verfahrensentwicklung zur selektiven Trennung von Kunststoffen aus Kunststoffgemischen
- Erarbeitung der weltweit patentierten Dichtefraktionsanalyse (DFA), dem Basis-Know-How des Unternehmens
1996
Technologieumsetzung
- Selektive Trennung von Polystyrol (PS) aus Joghurtbechern (DSD-Verpackungen) in Dienstleistung. Erstmals auch Umsetzung im technischen Massstab (1000 t/a) in eigener Technikumsanlage
- Schwimm-Sink-Trenntechnik
- Trennmedienkreislauf
- Mechanische Trocknung
- Entstaubung
1997
Technologieentwicklung
- Zweistufiges Trennverfahren zur Trennung von Polystyrol (PS) aus Post-Consumer-Kühlgeräten
Ausbau der Technikumsanlage und Technologieumsetzung
- Zentrifugaltrennung - u.a. in Kopplung mit statischer Schwimm-Sink-Trennung
- Trennmedienkreisläufe
Das Polystyrol (PS-SB) wird aus bis zu 14 Komponenten mit einer Reinheit von >99,7% als Wertprodukt gewonnen. Jeder produzierte Big-Bag wird im Labor auf seine qualitativen Parameter untersucht.
Das Eigenschaftsprofil dieses Recyclates erlaubt die Verarbeitung zu hochwertigen Extrusions- oder Spritzgussprodukten direkt aus dem Mahlgut.
1998-1999
Technologieentwicklung
- Verfahrensentwicklung zur Trennung von Technischen Kunststoffen (Vermischungsschäden, Produktionsabfälle)
Technologieumsetzung
- Trennung von ABS (Novodur) und PA 6
- Trennung von PPO (Noryl) und PP
- Trennung von PC und PBT
- Trennung von PA und PET
- Trennung von PC und PC GF
Markterschliessung für das Polystyrol aus Post-Consumer-Kühlgeräten
Platzierung des Produktes auf dem deutschen Markt.
2000
Technologieentwicklung
- Trennung von Kunststoffen aus Produktionsabfällen der Elektronik- und Automobilzulieferindustrie
Technologieumsetzung
- Trennung von PS aus Disketten (5 Komponenten)
- Trennung von ABS aus Telefongehäusen
- Trennung von PC/ABS aus Mobiltelefonen
Erweiterung der Technikumsanlage
Ausbau der trockenmechanischen Verfahrensstufen und Optimierung der Metallausbeute.
2001
Markterschliessung für das Polystyrol aus Post-Consumer-Kühlgeräten
Platzierung des Produktes auf dem europäischen Markt. Aufbau von Stammkunden.
Verfahrenstechnische und ökonomische Optimierung der technischen Anlage.
2002
Expansion
Steigender Personal- und Raumbedarf bedingen den Umzug in ein neues Bürogebäude im Innovationspark Berlin-Wuhlheide.
Aufbau eines modernen Kunststoffanalytiklabors. Seit 1996 über 200 Kunden in der Analytik und Beratung zu Fragen des Kunststoffrecyclings.
Das Polystyrol-Recyclat aus Kühlgeräten ist fest auf dem europäischen Markt etabliert.
2003
Technologieentwicklung
- Neben der Gewinnung des Polystyrols aus Post-Consumer-Kühlgeräten, erfolgt die Fokussierung auf Trenntechnologien von Kunststoffgemischen- und Verbundabfällen aus der Produktion
Technische Anlage
Erneuter Ausbau und Erweiterung der trockenmechanischen Verfahrensstufen.
Steigender Raum- und Absatzbedarf bedingen die Planung einer zweiten Anlage für 2004.
1. Dezember 2003: 10-jähriges Jubiläum
Die personelle Basis besteht aus 17 Mitarbeitern.
2004
Ausbau der Kapazität
Im April geht die zweite Trennanlage in Betrieb. Als Schwerpunkt wird die Trennung von Technischen Kunststoffen aus Produktionsabfällen (Automobilzulieferindustrie, Verpackungsindustrie, kunststoffverarbeitende Industrie im allgemeinen) gesetzt.
Erweiterung des Produktspektrums
- PS-Mahlgut für den Direkteinsatz in Folien
- PP-Mahlgut für den Direkteinsatz in Folien
- Technische Kunststoffe wie PMMA, PA 12...
Juli 2004: Inbetriebnahme einer Farbsortiermaschine. Beginn von Lohnfarbsortierarbeiten für die kunststoffverarbeitenden Industrie
2005-2010
Auslastung der zweiten Trennanlage
Schwerpunkte: Lohnaufbereitung von Verbundabfällen der europäischen Automobilzulieferindustrie (Interieur und Exterieur) und Trennung von Vermischungsschäden der kunststoffverarbeitenden Industrie.
Erweiterung des Personalbestandes für FuE-Arbeiten an verschiedenen Trennaggregaten.
Systematisierung der Zerkleinerungskapazitäten und Ausbau der Logistikstruktur ermöglichen die wirtschaftliche Übernahme von grosstonnagigen Produktionsabfällen aus Mittel- und Osteuropa.
Abb.: Unser Input: vorzerkleinerter Produktionsabfall der Automobilindustrie (I-Tafel).